... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Der Beginn von göttlicher Weisheit ist Milde und Freundlichkeit, welche aus der Größe der Seele und dem Ertragen von Schwächen entsteht.

Isaak von Niniveh (ca. 650  n.Chr.)
(aus: Über das Leid des törichten Eifers in der Maske des Göttlichen)

© 2024 Akademie-Lichtung

 

hik1 new 150x200Mystische Entspannung ist eigentlich dasselbe wie Meditation.

Sehr oft führt das Wort Meditation zu Verwirrung, weil es von so vielen Menschen verwendet wird, die manchmal sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben. Wenn man es mystische Entspannung nennt, wird die Bedeutung einfach und klar.
Vom physischen Standpunkt aus betrachtet, gibt es die Praktiken des Zusammenziehens und der Dehnung, die es dem Menschen ermöglichen, seine innere Vitalität zum Ausdruck zu bringen, während die Entspannung eine gegenteilige Handlung ist. Die Energie wird entweder auf die äußere Ebene gebracht oder sie wird in ihrem natürlichen, normalen Zustand zur Ruhe gebracht.

 übersetzt aus "Mental Purification and Healing" von Hazrat Inayat Khan (1882 - 1927)

 

Stimmen zu Meditation

Johannes TaulerWenn der Mensch in der Übung der inneren Einkehr steht,
hat das menschliche Ich für sich selbst nichts.
Das Ich hätte gerne etwas
und es wüsste gerne etwas
und es wollte gerne etwas.

Bis dieses dreifache "Etwas" in ihm stirbt, kommt es den Menschen gar sauer an.
Das geht nicht an einem Tag und auch nicht in kurzer Zeit.
Man muss dabei aushalten, dann wird es zuletzt leicht und lustvoll.

Soll Gott sprechen, so musst du schweigen, soll Gott eingehen,
so müssen alle Dinge ihm den Platz räumen.

Du sollst dieses tiefe Schweigen oft und oft in dir haben
und es dir zur Gewohnheit werden lassen,
so dass es durch Gewohnheit ein fester Besitz in dir werde.

Der Mensch
muss alles lassen,
dieses Lassens selbst noch ledig werden,
es lassen,
es für nichts halten
und in sein lauteres Nichts sinken

Johannes Tauler1

Siehe dazu auch noch: Der Mystiker Johannes Tauler und Zen

1) Johannes Tauler: 1300 – 1361, Sohn einer Straßburger Bürgerfamilie, Eintritt in das dortige Dominikanerkloster mit 14 Jahren, Schüler von Meister Eckhard (1260 – 1327). siehe auch HIER zu ZEN

 
 

 

 

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