... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Rainer Maria Rilke um 1900

... und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, ... Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben.
... es handelt sich darum, alles zu leben.

Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.   ...

Darum ... lieben Sie Ihre Einsamkeit, und tragen Sie den Schmerz, den sie Ihnen verursacht, mit schön klingender Klage.

Denn die Ihnen nahe sind, sind fern, sagen Sie, und das zeigt, daß es anfängt, weit um Sie zu werden. Und wenn Ihre Nähe fern ist, dann ist Ihre Weite schon unter den Sternen und sehr groß;

freuen Sie sich Ihres Wachstums, in das Sie ja niemanden mitnehmen können, und seien Sie gut gegen die, welche zurückbleiben, und seien Sie sicher und ruhig vor ihnen und quälen Sie sie nicht mit Ihren Zweifeln und erschrecken Sie sie nicht mit Ihrer Zuversicht oder Freude, die sie nicht begreifen könnten.

(Rainer Maria Rilke 1875 - 1926
aus einem Brief an Franz Xaver Kappus)

 
 

 

 

© 2024 Akademie-Lichtung

Bist Du Jude?

Die Wirklichkeit ist oft nicht, was sie ist. Sondern wir haben entschieden – So ist sie!

Eine kleine alte jüdische Frau sitzt im Flugzeug neben einem großen Schweden, und starrt ihn unverwandt an. Schließlich wendet sie sich ihm zu: „Verzeihung, sind Sie Jude?“
Er antwortet: „Nein.“
Einige Augenblicke später, wendet sie sich ihm wieder zu und sagt: „Wissen Sie, Sie können es mir sagen. Sie sind schon jüdisch, oder?“
Er antwortet: „Ganz sicher nicht.“
Sie bleibt dabei, ihn einige Minuten lang zu mustern und wiederholt dann: „Ich weiß, sie sind Jude.“
Um der Belästigung zu entkommen, sagt der Mann: ”Okay, also bin ich Jude. „
Sie schaut ihn wieder an, schüttelt ihren Kopf und meint: „Sie sehen aber gar nicht so aus“

Wir ziehen erst unsere Schlüsse, und dann finden wir einen Weg, sie wahr werden zu lassen.

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